Farbverirrungen, Körperauswüchse und Rennpisten

Ihr werdet euch fragen, was das alles miteinander zu tun hat. Tja, das sind nur 3 Eindrücke meiner heutigen Heimfahrt von der Arbeit gewesen.

Ich werde glattweg mal meine Fahrt von hinten aufzäumen, denn das kurioseste Erlebnis hatte ich doch gleich am Anfang. Deshalb gibts das nun zum Schluss. 😛

Heute wurde eine Ortsumgehung freigegeben, die uns Autofahrern schon lange am Herzen liegt. Viele Jahre ging die Fahrt immer durch ein Nachbardorf, ein regelrechtes Nadelöhr. Nach vielen Monaten Bauzeit ist nun endlich die Straße freigegeben, auf der man ca. 10 min einspart, wenn man die grüne Welle hat. Das ist schon beachtlich. Es ist herrlich, wie sich die geile Rennpiste Straße durch das Gewerbegebiet zieht, man erkennt die Strecke kaum wieder. Überall kann man mit ner 70 durchdüsen, wobei ich auch nichts dagegen hätte, wenn man die 70 aufhebt und ne 130 hinstellt. 😉 Man man man, geile Kante … 🙂

Das Stück davor fahre ich immer Autobahn. Dabei bin ich eine, die auch gern mal die Straße nach der Auffahrt „dicht“ macht, damit die älteren Opis vor mir auch ganz in Ruhe blinken und auf die Autobahn einbiegen können. So auch heute. Doch nicht nur ein Opi wollte heut auf die Strecke, hinterm Opi und damit unmittelbar vor mir auch ein etwas jugendlicher Mittelältler, der schon den vor ihm fahrenden Opi schikanierte und vor dem Opi an der Führungsspitze unserer Auffahrtkolonne ein Lkw mit Anhänger.
Wie gesagt, Xanni macht die Straße dicht. Hinter mir kam einer rangedüst, der aber ganz anständig auf die Überholspur fuhr. So konnten die 3 vor mir auf die Autobahn auffahren. Was auch der Typ vor mir sofort machte, allerdings nicht mit dem Gedanken, auch den älteren umsichtigen Herrn auf die Autobahn zu lassen. Das Arschloch Der werte Herr fuhr aber auch nicht auf die Überholspur, sondern bremste Opa rechts aus.  Dieser kämpfte sich aber tapfer vor dem Trottel auf die Spur, was den Nachteil hatte, dass der Lkw-Fahrer zu tun hatte, um seinen Laster vor dem herannahenden Tunnel noch vom mittlerweile unter ihm verlaufenden Standstreifen runterzukriegen, denn im Tunnel ist Schluss mit Seitenstreifen. Ich hab selten so ein Sackgesicht von Autofahrer vor mir gehabt. 👿

An der Ampel vor der Autobahnauffahrt stand neben mir im fetten BMW Frollein Barbiepüppchen. Ganz in Rosa-Pink 😯 gekleidet, schob die ca. 25-Jährige ihren mit rot und silber bemalten perlenbestückten Designer-Zeigefingernagel in ihre Nase ihren Gesichtsvorbau und puhlte ungeniert die groben Reste der letzten Nasennebenhöhlenentzündung heraus, um sie dann sofort eine Etage tiefer wieder reinzustopfen und als Vesper zu vertilgen. 😡

Doch die Krönung der Schöpfung stand noch auf der Zufahrt zur Autobahn am Straßenrand. Wobei … Straßenrand ist wohl nicht der richtige Ausdruck. Wer die Straße kennt, es ist die B 170 dresdenauswärts Richtung A 17, vierspurig mit strauchbewachsenem Trennstreifen zwischen den Doppelspuren. Eben auf diesem Trennstreifen stand Mister Fliederkäppchen mit erhobenem Daumen. Ja, ihr lest richtig. Es war ein Typ, ca. 20 Jahre, knackendürr, lilafarbene Ballonstrickmütze auf dem Kopf, große Hakennase (dafür kann er ja nichts), schwarzes Langarmshirt und schwarze Leggings. Ja, schwarze Leggings! Bulemiedürr und schwarze Leggings!
Wenn allerdings ein Spruch zutrifft, dann ist es der: „Wie die Nase des Mannes, so sein Johannes“. Denn die schwarzen Leggings (keine Jeans!) hatten eine rieeeeesige Ausbeulung an der Stelle, wo normalerweise das Reißverschluss oder die Knöpfe einer Jeans sind. Jaaaa, Xanni hat da genau hingeguckt. :mrgreen:
Steht der Typ mit lila Mütze und engsten Leggings auf dem Trennstreifen am Rande der Überholspur und versucht dort, Autos anzuhalten, um sein hübsches Riesenbeulchen nach Berlin (so stand es auf dem Schild) zu bringen.

Ich fasse es nicht!

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Kategorien: Durchgeknallt | 13 Kommentare

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13 Gedanken zu „Farbverirrungen, Körperauswüchse und Rennpisten

  1. „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…“

    Manchmal muss es keine große Weltreise sein, sondern nur der Weg zur Arbeit bzw. nach Hause – und trotzdem eine große Story.

    Geschichten, die das Leben schreibt :o)

  2. Ach du dicke Hosenbeule – welch lustiger Text an frühen Morgen, der einem doch glatt vertreibt die Sorgen.

    Hab noch eine Stunde später darüber lachen müssen, ganz ehrlich.

  3. Was Du alles erlebst!!! Wow… meine Heimwege sind immer sowas von langweilig… 😉

    LG

    • Ach quatsch, einfach nur mal die Leute beobachten, die machen die Fehler von ganz allein. 😀

  4. Ich sag ja immer: Ohne Humor ist dieses Leben nicht zu ertragen! Und Verkehr kommt von verkehrt, anders kann ich mir das Verhalten so mancher Teilnehmer nicht erklären. Ein großer Tierpark auf den Strassen…

  5. hey, das sind ja fast schilderungen wie von meinem netten kollegen hier, nur bei ihm dauern die geschichten immer doppelt so lange wie sein eigentlicher heimweg ist 🙂

  6. Herrlich. Manche Menschen können aber auch kein Autofahren,,, Hast Dich zumindest bemerkbar gemacht bei der Popelblodnine? 😀

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