Blogparade: Lieblingsrezepte!

Melvenue rief zur Blogparade (noch aktuell bis 15.09.2010!) auf und ich hab mich durch die Läden gequält, die Küche in ein Fotostudio umgewandelt und meiner Kochkunst freien Lauf gelassen. Naja, nicht ganz. Immerhin gabs ein Grundrezept dazu.

1. Hat dein Rezept einen eigenen Namen?

Gute Frage … nächste Frage. 😉

Ja, sicherlich gibts einen eigenen Namen dazu, doch da es eine vietnamesische Glasnudelsuppe ist und vietnamesisch kein Mensch lesen kann (außer mein Ex-Schwager, von dem ich es habe 😉 ) und es von mir eingedeutscht wurde, weil mein Holder so empfindlich auf asiatische Gewürze reagiert (und ich es nicht ersehen kann, wie er leidet und wie er sich vorm Abwasch drücken kann dadurch), nennen wir es einfach

Xanni’s gläserner Nudeltopp 😉

2. Warum ist ausgerechnet das dein Lieblingsrezept?

Es ist total lecker. Als ich es das erste Mal bei meinem Ex-Schwager (er ist Vietnamese) gegessen habe, bin ich fast liegengeblieben hinterher. Ihr kennt doch die chinesischen Schalen, aus denen man diese leckeren Suppen isst. Ich hab 14 Schalen voll verputzt. Nein, nicht verteilt über mehrere Tage, sondern innerhalb von 1,5 Stunden. An dem Tag hab ich entschieden: Dafür verrate ich auch mein Vaterland … 😆

3. Wie oft bereitest du dieses Rezept zu?

Ohhhh, bisher hab ich es einmal pro Jahr gemacht. Das hat auch einen Grund:
Ich hab das Rezept für 25 Personen. So viele hab ich in unsere alte Wohnung nicht eingeladen. Habs also nur gezaubert, wenn wir Straßenfest haben.  Doch jetzt ist die Küche größer, wir haben einen Kulissentisch … ich werds also öfter mal machen … jeden 2. Monat auf jeden Fall.

4. Kochst / backst du es auch für dich alleine oder nur wenn du Besuch hast?

Für mich allein lohnt es sich nicht. Also für meine Familie (in kleineren Mengen natürlich) und für Besuch.

5. Das Rezept

Ich hoffe, ihr genehmigt mir, dass ich etwas ausführlicher geworden bin. Und wer mich kennt, weiß auch, dass ich manchmal rede/schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist.  Also kämpft euch durch 😛

Die Zutaten:

Glasnudeln

Glasnudeln

eine halbe Tüte Glasnudeln

Suppenhuhn

Suppenhuhn

ein Suppenhuhn oder Broiler

oder wie meiner … ein Gummiadler 😦

Bambussprossen

Bambussprossen

3 bis 4 mittlere Bambussprossen, wenn möglich aus dem Fass (also frisch) direkt vom Asiaten

oder wie ich (weil mein Lieblingsasiat seine Bude dichtgemacht hat) ausnahmsweise mal aus der Büchse (geht aber auch)

Morcheln

Morcheln

4 getrocknete Morcheln (Pilze)

dazu ärztlicher Hinweis: wer von Gicht befallen ist … Pilze weglassen, es schmeckt auch ohne! 🙂

Zwiebel

Zwiebel

1 mittlere Zwiebel (ich bevorzuge die roten, weil sie schöne Farbspielerei bieten … ist aber fürs Rezept nicht wichtig) 😉

Zwiebellauch

Zwiebellauch

ein Bündel Zwiebellauch

weitere Zutaten

weitere Zutaten:

Salz, paar Lorbeerblätter, Piment, Pfefferkörner und gemahlener schwarzer Pfeffer

Dass man noch nen Topf, ein Schneidebrettl, Messer und andere diverse Utensilien benötigt, ist wohl klar … oder? 😛

Los gehts:

Den Vogel mit Wasser, Salz, Lorbeer, Piment und Pfefferkörnern in den Topf geben. Die Zwiebel schälen und auch ab zum Baden. Das Ganze zu einer kräftigen Brühe kochen (ich machs immer so, wenn ihr eure Brühe etwas anders gestaltet … warum nicht, schmeckt vielleicht dann bisserl anders 😉 ).

Zutaten für Hühnerbrühe sind im Topf

Die Glasnudeln ca. 30 min in lauwarmen Wasser einweichen. Bei mir fliegen sie gleich nach dem Ansetzen der Brühe in die Schüssel. So weichen sie ca. 2 Stunden, ist also nicht schlimm, wenns mal wieder länger dauert … 😛

eingeweichte Glasnudeln

Die Morcheln dürfen auch erstmal ins warme Wasser. Sie müssen mindestens 10 min drin bleiben (bei mir baden sie natürlich länger 😉 ). Nicht wundern … sie werden größer … und größer … und größer 😛

eingeweichte Morcheln

Spätestens nach 2 Stunden sollte das Huhn die Brühe fertig haben. Ich schöpfe dann immer allen Unfug raus. Man muss ja nicht unbedingt auf Piment oder Pfefferkorn beißen 🙂
Auch die Zwiebel ist nach der Zeit ziemlich zerfallen, also raus mit ihr. Wer es mag und nen persönlichen Siebhalter hat … naja, hatte ich nich 😦 😉

"Abfall" abschöpfen

Das Hühnchen sollte dabei gleich mit raus. Nackt und bloß liegt es nun vor euch und wird …

nackte Tatsachen

… „zermatscht“. Fürs kleine und große Guschel sollte das Fleisch gestückelt werden. Dabei die Gräten Knochen entfernen.

nach dem Massaker

Nun sind die Morcheln dran. Ihr seht, sie sind größer. Sehen aus wie Lederlappen 😉
Wer vor dem Einweichen der Meinung war, es sähe wenig aus, der wird an diesem Punkt eines Besseren belehrt. Also wer zuviel eingeweicht hat … einfach die Morcheln, die nicht benötigt werden, wieder zum Trocknen legen. Sie schmecken beim nächsten Mal genauso gut. (ist mir nämlich passiert beim ersten Kochen 😆 )

eingeweichte Morcheln

Die Morcheln in kleine mundgerechte Streifen schneiden. Wer schon mal beim Asiaten gegessen hat, der weiß ungefähr, wie groß die Streifen sein müssen. 🙂

Morcheln in Streifen

Ähnlich ergehts den Bambussprossen. Ich hab das erste Mal die Bambussprossen aus der Dose gehabt. Sie waren etwas fester, was bei frischen nicht passieren kann. Die sind ganz zart. Aber gut zu wissen, dass es auch mit Dosenbambus geht. Muss ich das nächste Mal nicht so rumfahren und nen neuen Frisch-Asiaten suchen. 🙂

zerkleinerte Bambussprossen

Dann müssen das Hühnerfleisch, die Morcheln und der Bambus in den Topf. Nach ca. 20 min köcheln wird abgeschmeckt. Wer es nicht würzig genug findet (so wie ich), der kann nach Belieben noch würzen mit Salz und gemahlenem Pfeffer. Wer es mag, kann natürlich auch mit Knorr Hühnerbrühe verfeinern.

Nun werden die Glasnudeln zugegeben. Spätestens an diesem Zeitpunkt fängt mir an, der „Zahn zu tröppeln“. Die letzten 10 min, die das Ganze nochmal köcheln muss, kann ich kaum erwarten.

fertiger Nudeltopf

Diese letzten 10 min sind gut, um den Zwiebellauch in kleine Ringe zu schneiden. Normalerweise sollte er dann in den Topf. Da aber bei uns nicht alle den Zwiebellauch mögen, gibts ihn bei mir im Schälchen und jeder nimmt sich nach Bedarf. 🙂

zerkleinerter Zwiebellauch

6. Ein Bild der fertigen Speise

Guten Appetit!

Ich danke Melvenue für diese Superidee. Es hat viel Spaß gemacht, meine „Handgriffe“ fotografisch zu begleiten. Ich hoffe nicht, dass ich das Kochbuch gewinne, denn es würde nur zu den anderen 20 Büchern gestellt werden … mal ganz davon abgesehen, dass ich ungern meine Identität lüften möchte. 😉

PS: Wer das Rezept nicht ganz so ausführlich haben möchte, kann mir auch über die Kontaktseite schreiben. Vergesst eure Mailadresse nicht! Ich schicks euch auch zu. 🙂

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Kategorien: Durchgeknallt | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Blogparade: Lieblingsrezepte!

  1. Das ist jetzt aber nicht für 25 Personen, oder? *gg*
    Und davon hast Du 14 Portionen verputzt? Respekt!

    • Da es eigentlich als Vorsuppe gedacht ist, kannst du damit schon 20 Schüsselchen vollbekommen. So riesig sind die ja nicht.
      Das Suppenhuhn bringt auch nicht ganz so viel Fleisch wie der Broiler. Ich hab zum ersten Mal ein Suppenhuhn gekauft (weils keine Brathähnchen gab).

  2. Warum will eigentlich niemand das Kochbuch gewinnen?

    • Naja, meine Gründe kennst du. Da ist bisher erst einer dabei, der bewiesen hat, dass er dringend ein Kochbuch braucht 😛

      Nee im Ernst. Ich würde schon gern, aber dann fliegt meine Anonymität auf. Und das möchte ich nicht.

      Warte mal noch ein bissel, noch ist nicht der 15.09. 🙂

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