*stinkefinger zeig*

Was ist denn das für ein Urteil?

20 Jahre nach der Wende scheint bei einigen Mitbürgern noch nicht angekommen zu sein, dass wir Deutschen „ein Volk“ sind. Mich würde echt interessieren, wie ein Bürger, der seine Kind- und Jugendzeit in den alten Bundesländern verbracht hat, reagiert, wenn auf seinen Bewerbungsunterlagen das Wort „Wessi“ gestanden hätte.

Ich finde dies diskriminierend!

Und ich krieg soooo einen Hals, wenn ich dies höre. WIR sind keine Menschen zweiter Klasse!

Ich hoffe, die betroffene Dame lässt sich das nicht gefallen! Diese Firma (und auch dieses Arbeitsgericht) braucht dringend nen Denkzettel!

PS: Sorry, aber das musste jetzt mal raus.

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Kategorien: Alltagsgebabbel | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „*stinkefinger zeig*

  1. aber es geht doch nicht darum, ob ihr zweite Klasse seid oder nicht. Es geht bei der Klage darum, ob die Dame sich auf das Antidiskrimierungsgesetz berufen kann, wenn da „Ossi“ draufsteht. Und da meinten die Richter, dass dem nicht so sei, weil „Ossi“ keine Ethnie ist (immerhin sind wir Deutsche doch ein Volk oder nicht?) und deswegen das Antidiskriminierungsgesetz nicht verletzt wurde 😉

    • Sorry, aber ich seh das anders. Ich weiß nicht, ob du dich in ihre Lage versetzen kannst. Ich selbst hab mehrmals in den letzten Jahren ähnliches erlebt. „Wo sind Sie her? Als dem Osten? Naja, das erklärt einiges.“ Man wird teilweise mitleidig belächelt, es gab auch schon welche (schönen Gruß an einen Rechtsanwalt aus München :evil:), die gefragt haben, ob wir in dieser Position überhaupt arbeiten dürfen. Denn Ostdeutsche waren alle bei der Stasi, was totaler Quatsch ist.

      Es gibt so viele Vorurteile uns gegenüber.
      Warum wurde denn die Bewerbung nicht einfach zurückgeschickt mit ner einfachen Absage? Warum wurden denn solche Vermerke drauf gemacht?

      Wie würde denn ein „Wessi“ reagieren, wenn er seine Bewerbung mit diversen Bemerkungen zurück bekommt? Er würde sich genauso fühlen.

      Stell dir mal vor, du hast deine Praxis in Dresden und keiner kommt zu dir, weil du aus dem anderen Teil Deutschlands kommst.

      Mag diese Klage nicht in das Diskriminierungsgesetz passen, weil verschiedene Faktoren nicht zutreffen, aber vom Grund her gehörts dort rein.

      Ich denke mal, hier im Osten wäre dieses Verfahren anders ausgegangen, auch wenn hier in diversen Positionen viele (bei uns) Baden-Württemberger sitzen. Denn die „armen Leute“ müssen ja ihr Leben hier „in der Zone“ frönen. Aber sie wissen, wie man manchmal „behandelt“ wird, weil sie es selbst am eigenen Leib erfahren und dann sich das Geschleime anhören müssen, wenn festgestellt wird, dass sie gar keine „Ossis“ sind. Bei mir hat sich noch niemand entschuldigt, wenn er „Ossi“ zu mir gesagt hat. Bei meinem Chef schon.

  2. Bittersweetkiss

    Ich kann die Reaktion von Xanni nachvollziehen. Bin selber im „Osten geboren“ und aufgewachsen bis ich 10 war. Ich muss mir jeden Tag blöde Sprüche anhören soll nett lächeln wenn Kollegen anfangen den ostdeutschen Dialekt zu imitieren (ich spreche übrigens seit Jahren hochdeutsch). Ich finde es absolut nicht lustig als Ossi betitelt zu werden, weil es immer abwertend klingt und meistens aussagt, die ist halt en Ossi = sie ist halt dumm.

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