Fotosession 1!

Heut hab ich mich nun endlich mal über die Fotos für den Abrissbeitrag gemacht.

So sah das Gebäude aus:

das ehemalige Haus

das ehemalige Haus

Der Holzstapel rechts ist von einem Teil der Bäume, die wir fällen mussten.

Am 07.11.2009 haben wir dann mit dem Abriss begonnen:

das Dachabdecken beginnt

das Dachabdecken beginnt

Die Dachziegel haben wir für später als Untergrund für den erweiterten Holzstapel aufgehoben. Auf dem Dach kletterten der Holde und mein Schwager rum.

Und das alles ohne Sicherung:

der Holde

der Holde

Die beiden „Jungs“ haben sich die Dachflächen geteilt. Der Holde entsorgte die Dachziegel auf der Hofseite und mein Schwager auf der Gartenseite:

mein Schwager

mein Schwager

Mein Vati und mein Sohn gehörten zum Dachbodenpersonal. Sie haben die Dachziegel, die kaputt gegangen waren, mit der Schaufel aufgehäuft.

Der Holde und mein Sohn zimmerten eine Rutsche zusammen und schaufelten dann die Ziegel auf die Rutsche. Unten standen meine Schwester und ich mit der Schubkarre:

ich warte auf die Ziegel

ich warte auf die Ziegel

über diese Rutsche müssen sie runter

über diese Rutsche müssen sie runter

Dabei findet man so manches fast versteinertes Wespennest:

ein uraltes Wespennest

ein uraltes Wespennest

Nach dem Mittag stand dann nur noch das „Gerippe“:

nur noch der Dachstuhl

nur noch der Dachstuhl

Dann gings an die Dachlatten. Alle wurden sorgsam entfernt, entnagelt und aufgestapelt. Das war eine Schweinearbeit. Die Nägel waren meistens nur Metallstifte ohne Kopf, teilweise verrostet und ziemlich brüchig. Nageleisen war nicht nutzbar, also mussten Zangen her. Warum waren denn fast nur Metallstifte verwendet worden?

Das Gebäude war nach dem 2. Weltkrieg (1946) abgebrannt und Nägel waren Mangelware. Entweder hat man in der Asche gewühlt, um noch brauchbare zu finden, oder man hat sich mit alten Drahtgeflechten beholfen und provisorische Nägel hergestellt. Tja, wir hatten mit der 2. Variante zu kämpfen.

Kurz vor 18.oo Uhr haben wir dann Feierabend gemacht. Wir sahen ja nichts mehr:

endlich Feierabend

endlich Feierabend

Am nächsten Morgen war ruckzuck das restliche Gebälk unten. Die Jungs warfen die Balken in einem wahren „Regen“ von der Ruine. Die Dielenbretter wurden entfernt und so manche Rarität drunter gefunden:

hier wars nur Dreck und verschleppte Körner

hier wars nur Dreck und verschleppte Körner

und hier ein Rest eines Bäumchen von der guten alten Eisenbahnplatte

und hier der Rest eines Bäumchen von der guten alten Eisenbahnplatte

ahhhh, wir haben sogar den alten Metallzollstock wiedergefunden

ahhhh, wir haben sogar den alten Metallzollstock wiedergefunden

und eine mumifizierte Ratte mit Lederhaut

und eine mumifizierte Ratte mit Lederhaut

Mitten im Haferstreu zwischen Dielung und Erdgeschossdecke war sie wohl erstickt. Auch wenn sie etwas verhungert aussieht, zu Fressen hatte sie mit Sicherheit genügend. Aber wer den Hals nicht voll genug bekommt … 😉

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Kategorien: Baubudenberichte | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „Fotosession 1!

  1. woao, was für coole Fotos.

    1) ihr wohnt ja cool – ich hatte mir das gar net so vorgestellt. Da, wo man dich von hinten sieht, erkennt man im Hintergrund ja voll weitläufige Gegend und so 😀 Ideal zum Radeln für den Holden, wenn er mal wieder im Sommer mehr machen will 😉

    2) Die Scheune sieht aber urig aus – oder soll ich sagen, sie sah urig aus 😉 Schönes Grundstück und bald dann euer Haus drauf!

    3) Der Holde ist ja leichtsinnig, auf alten Brettern einfach so da oben rumzuturnen. Wenns eh schon marode war?! Tztzt, wenn er runtergefallen wäre??? OMG….

    4) Oho, jetzt kenn ich dich also schonmal von der Seite *fg* Schnuggelig 😉

    5) Die Ratte sieht ja krass aus *lach* Und die Rutsche für die Ziegel ist ne tolle Idee gewesen!

    So, alle guten Dinge sind 5, finito – ich freu mich auf weitere Pics, wenns wieder weiter geht mit dem Bau!

  2. 1) Als die Häuser (hinter mir) noch nicht standen, konnten wir in nördlicher Richtung bis zum Dresdner Flughafen (Positionslichter der Landebahn) in 30 km Entfernung sehen. In östlicher Richtung sehen wir bei schönem Wetter sogar die Pfaffensteine der Sächsischen Schweiz in 50 km Entfernung. Trotz dass wir mit unseren 375 m ü. NN nicht so sehr hoch liegen, haben wir eine herrliche Sicht über das Elbtal. Mit dem Fahrrad sind wir in 2 min im Wald mit schon ziemlich heftigen Bergstrecken.

    2) Die Scheune ist das nicht gewesen. Es war früher der Stall und nach der Wende nur noch Werkstatt für unsere „Männer“ und Abstellraum. Oben im Dachgeschoss lag das ganze Holz (nicht das auf dem Foto) für Omas Ofen. Die Scheune ist das Gebäude, wo das Holz rangestapelt ist. Da haben wir vor vielen Jahren Garage reingebaut, die aber höchstwahrscheinlich zur neuen Werkstatt des Holden umgebaut wird. Wir haben ja dann (wenn sie mal fertig sind) die Carports.

    3) Der gesamte Dachstuhl ist nicht marode gewesen. Den haben wir komplett erhalten. Balken, Latten und Bretter braucht man immer wieder, wenn man Grundstück hat. Wir wollen aus dem Holz dann die Carports bauen und eine Sitzecke für den Garten. Unsere „Laube“ steht ja auf dem Nachbargrundstück. Also brauchen wir was Neues.

    4) 😛

    5) Die Ratte allein war das Foto wert. 😉 Ich hab sowas ja auch noch nie gesehen, erinnerte mich sehr an die Schrumpfköpfe im Buchenwalder KZ-Museum.

    Weitere Fotos sind schon sortiert. Ich hatte nur gestern Abend keinen Bock mehr. Ich musste manches Foto mehrmals hochladen, weil sich WordPress öfters mal „aufhing“.
    Der Beitrag zum Abrisses des Erdgeschoss folgt. 😉

    • PS: Das Haus, was ihr auf dem Foto mit mir seht (das weiße), ist das, wo mein Lieblingsnachbar (der Mann mit der Taschenlampe) wohnt. 😉 So hab ich wirklich vom Badezimmer aus den vollen Blick in sein Schlafzimmer. 😆

  3. oh, das ist ja wirklich „idyllisch“…. ich hätte fast angenommen, daß es sich um den Schwarzwald handelt (vom Baustiel her)

    Bretter und Dachpfannen kann man erstmal aufheben… gerade beim Bauen weiss man ja nie, wofür noch und hinterher entsorgen geht halt immer (sofern man es dann auch macht… da hab ich leider andere Exemplare in der Familie aus der Gattung der SuperSammler)

    Die Rutschen-Ideee ist super! und auch die Mumie (demnächst dann als Schocker auf RTL?! 😉 )

    Zur Zeit dürfte ja noch weiter „Ebbe“ mit weiterbauen sein (bedingt durch die Witterung)…. und neuer Schnee ist auch schon wieder im Anmarsch (für die Kinder toll aber wenn man wie ich seit 3 Wochen fast nur noch auf Achse ist ….)

    Schön, daß du uns dran teilhaben läßt!

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