Armes Schnuckelchen

Ich möcht nicht wissen, was heut Abend bzw. morgen Vormittag in den Köpfen unserer amerikanischen Besucher vor sich geht. Denn … sie kommen in eine tote Stadt. Eh, in der Sperrzone ist ein Polizeiaufgebot, das ist nicht mehr normal. Die Sixpacks der Herrschaften kommen aus ganz Deutschland. Ich hab (heimlich) schon mal nach einem besonderen Freund von uns ausgeschaut. Aber es sind so viele Süße da, da wird einem (oder einer) ganz schwindelig im Kopf. 😉

Und ansonsten? Die Anwohner dürfen den Kopf nicht ans Fenster halten, nur mit Polizeischutz raus (sicherlich aber nicht zu den Zeiten, wenn das Schnuckelchen über die Straße geht) und auch sonst ist dort wirklich schon alles wie tot. Diese total lebhafte Stadt, vorallem in diesem Bezirk, wird leblos wirken. Ich bin heut vorbei gefahren, hab einen Blick durch die Zäune riskiert. Echt … wie ausgestorben. Und ringsrum (außerhalb der Sperrzone) überall die Autos der Freunde und Helfer. Fast unheimlich.

Die Schiffe auf unserem Flüsschen haben heut den rettenden Hafen verlassen müssen. War schon ne kleine Dampferparade, einige ließen nochmal das Schiffshorn los. Gänsehautfeeling. 

Irgendwie frage ich mich, ob das gut ist, dass dieses Schnuckelchen so von der Außenwelt abgeschirmt wird. Er ist doch ein Mann in den besten Jahren, ein Typ in voller Blüte. Da kommt er schon nach Sachsen und bekommt (außer seinem eigenen Personal, das eigens für ihn eingeflogen wurde) nicht mal die Mädels zu sehen. 

Schnuckelchen zu sein ist nicht einfach, eigentlich tut er mir leid.

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Kategorien: Alltagsgebabbel | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Armes Schnuckelchen

  1. eigentlich is das ne Verschwendung von Steuergeldern, dass eine Stadt so lahmgelegt werden muss, nur weil ein Herr meint, eine Nacht in einem Edelhotel übernachten zu müssen. Hätte sie ihn doch einfach via Helicopter aufm Dach abgesetzt, er pennt heimlich-still und leise und keiner weiß was davon und soll dann sein Buchenwald anschauen gehen. Aber nein, so ein Terz für eine Nacht.

    Die armen Touris, die grad bei euch da oben in Urlaub sind – die haben auch 2 Tage verloren, wenn sie nichts mehr besuchen dürfen, weil alles gesperrt ist und nicht mal mehr die Flucht auf nen Dampfer möglich ist. tztztzt.

  2. tjaj, so ist das halt heutzutage 🙂
    aber sind wir doch froh, wenigstens sind die steuergelder sinnvoll verschwendet worden, alternativ wäre auch nen neuer pelzmantel für frau scheffler möglich gewesen, oder noch ein unternehmen was sie von steuergeldern aufkauft 😛

    • stimmt auch wieder – und dafür haben wir ja die Staatschulden. Die muss man ja auch irgendwie hegen und pflegen und ne Begründung finden, warum man mal wieder neue drauflegen will…. 😀

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