Nach dem turbolenten Freitag und einem angeschlagenen Wochenende bin ich heut endlich zum Arzt. Es ist schon doof, wenn dir so ziemlich alles auf den Magen schlägt. Aus der eh schon schlanken Xanni wird dann noch weniger.
Mal ganz davon abgesehen, dass die Magen- und Darmgrippe hier ganz schön um sich greift. Und die Familie sich gegenseitig immer wieder ansteckt.
Aber die letzten Tage hatten es auch in sich. Einerseits die Prüfung meines Gatten, der 3 Tage im wilden Westen war, andererseits das Chaos bei mir im Büro, aber auch das Aufgeregtsein unseres Sohnes, der in die Jugendherberge fährt oder besser gesagt heut gefahren ist.
Ja, ich kann schon sagen, dass ich meinen Mann vermisst habe. In der Hoffnung, dass es ihm auch so geht, hab ich mich auf die Heimkehr gefreut. Meine Worte am Telefon, dass er mir fehlt, wurden mit „ja, ich komm doch am Samstag wieder“ abgetan. Ich hätt mich gefreut, wenn auch er mir mal gesagt hätte, dass er mich vermisst.
Ok, reden wir halt zu Hause. Und wir haben es getan. 3 Stunden geredet. Naja, ich hätt mich gefreut, wenn von ihm auch was gekommen wäre. Er sagte zu allem Ja und Amen. Aber ich habe das Gefühl, so richtig angekommen, dass wir unsere Ehe retten müssen, ist es nicht. Ihm geht es nur um Gemeinsamkeiten. Dass wir mehr Sport zusammen machen sollten. Mehr Ausflüge usw. Mir ging es um Nähe, um Kuscheln, um Zärtlichkeit. Ja, das könnten wir auch machen, kam da von ihm. Ist das aber nicht wichtig in einer Partnerschaft?
Dafür, dass E. und ich „nur“ Freunde waren, haben wir verdammt viel gekuschelt oder einfach mal nur nebeneinander gesessen und geredet. Immer mit dem Gefühl (zumindest für mich), dass der andere da ist. Und das tat so gut. Das vermisse ich jetzt am meisten.
Wandelwesen: Bitte nicht weiterlesen!!!
Tag 3 der Woche oder auch Freitag morgen.
Haben wieder schön gekuschelt und hemmungslosen Sex gehabt. Diesmal nicht ganz so lange. Ne Stunde später waren wir schon auf dem Weg zur Arbeit.
Und dann komm ich dort an und was ist? Bombendrohung. Alle Kollegen standen vor dem Gebäude und froren sich so richtig den Arsch ab. Boah, und eh die Cops anrückten, war mir auch kalt. Und dann alles wegen einer leeren Tasche. Statt dass da gleich mal einer reingeguckt hätte!
Mein Gott, wär ich nur im Bett geblieben!
Voll schööööööööööön, heut morgen ganz lange gekuschelt und gequasselt.
Als ich kam, gabs ne kleine Modenschau. Nein, er hats nicht angezogen, eher nach dem Motto: „guck mal, ob ich so zur Arbeit gehen kann“. Jaaaa, kann er. Und dann ab unter die Decke. Hmmmm, kuschelige Nähe spüren. *lächel*
Kuschelmorgen war angesagt. Für mich wohlgemerkt. Das hatte ich mir vorgenommen. Einfach nur Nähe spüren, riechen, fühlen. Mehr nicht. Und dann?
Ich klingel, die Tür geht auf, ich geh rein, „Guten Morgen“ und *wusch* … alles war weg. Die ganzen guten Vorsätze. Nur noch leidenschaftliches Küssen. Den Rest könnt ihr euch denken.
Ich war von mir selbst überrascht. Ich hatte es mir wirklich vorgenommen. Nach dem ganzen Theater daheim vorige Woche und am WE wollte ich nur kuscheln und männliche Nähe genießen. Und dann steht dieser Mann in der Tür. Halbnackt. Halbangezogen? Nee, halbnackt.
Bin ich ein Mann? Hab ich männliche Hormone? Hmm, keine Ahnung.
Triebgesteuert? Schwanzgesteuert? Punani- oder (wie er es sagt) xannigesteuert? Keine Ahnung.
Zumindest war heut das erste Mal, dass ich Schwierigkeiten beim Sitzen hatte. Ganz im Ernst. Ist mir vorher noch nie so passiert. Und dabei hab ich beide Runden nicht durchgehalten. *uiuiui*