Das ist frech, ich weiß.
R. dreht mir dafür bestimmt die Gurgel um. Aber da muss ich durch, denn … ich bin nicht allein. Mein Holder ist dabei.
Es gibt sicherlich einige, die uns den „Vogel“ zeigen. Wir fahren knapp 600 km, um jemandem beim Umzug zu helfen. Aber … er ist ein Freund. Und was für einer. Ich lüfte das Geheimnis. Er (R.) war meine große Liebe und ist mir im Laufe der letzten zwei Jahre als sehr guter Freund ans Herz gewachsen. Gefühle für ihn? Ja, ganz viele. Alles freundschaftliche Gefühle, mehr nicht. Und das ist auch gut so, sonst wären wir nicht gefahren. Wir, das sind mein Holder (der R. vom Telefon kannte) und ich.
Die Hinfahrt war schon ein Genuss für uns. Eine Ruhe im Auto! Wir scherzten und lachten und irgendwo fehlte auch etwas. Ja, etwas war anders wie sonst. Drum hab ich mich einfach mal rumgedreht, auf die LEEREN Rücksitze geschaut und etwas lauter gesagt: „Ist dort mal Ruhe? Euer Geschnatter und Gemecker ist ja nicht zum Aushalten!“
Hey, da war Ruhe und kein Geschnatter und Gemecker, weil … die Kinder bei den Großeltern waren. Juhu!!! *oh, diese Rabeneltern
*
Ok, wir sind durchweg zum ehemaligen Wohnsitz von R. gefahren. Er hatte nen Lkw seiner Firma geliehen und hatte diesen bereits mit diversen Entsorgungsmüll gefüllt. Den haben wir dann gleich noch auf den Entsorgungshof gebracht. Und weil R. (entschuldige bitte Süßer) etwas übereifrig war, hatte er schon seine neue Adresse im Persi stehen und … musste den Müll bezahlen. Tja, Männer!
Im alten Zuhause angekommen, wurden die Möbel, die die neue Wohnung zieren dürfen, auf den Lkw gepackt von R. und meinem Holden. So wie ein Zimmer leer war, säuberte ich dieses besenrein. Und dann ging es ab in Richtung R.s neue Heimat.
Ich hatte ja schon nach dem Mittag narratio ne Mail geschickt. Aber … keine Reaktion. Leider. Wäre echt klasse gewesen, unseren „Oberstecher“ mal zu treffen. *grrrr*
60 km sind wir im späten Nachmittag am Freitag noch gefahren, dann waren wir – nach Stau in HH – nach ca. 1 1/2 Stunden endlich am Ziel. Lkw ausräumen? Nee! Es war schon dunkel, also haben wir nur Parkplatz gesucht und unser Auto ausgeladen. Wir hatten unser Bettzeug mit und R.s Monitor war auch in unserem Auto. Alles andere musste bis Samstagmorgen warten.
Abendbrot (Gyros mit Reis) und Duschen. Mehr musste nicht mehr sein. Gemütlicher Fernsehabend stand an … zumindest für die Jungs. „Königreich der Himmel“ oder so ähnlich hieß der „ich-knall-dir-die-Rübe-runter“-Film. Also hab ich lieber den kurzen Zwischenbericht für euch geschrieben. Und bisserl gelesen auf meinem Handy. … und die Köpfe rollten …
Geschlafen haben wir auf dem Sofa. Angeboten hatte er auch das Bett. Sein Bett. Aber das ist eine 2-m-große Spielwiese. Da kann ich nicht schlafen, ich wollte anständig sein.
Naja, geschlafen in der Nacht habe ich nicht viel. Erst schnarchte der Holde, dann R. Und dann war da noch dieses merkwürdige Krähengeräusch. Ja, ich habs am nächsten Morgen gesehen. R. hat gekämpft. In seinem Bett lag eine kleine schwarze Feder. *grübel, wer hat den Kampf gewonnen?*
Der Samstagmorgen fing zeitig an. 7.30 Uhr war das Frühstück beendet und die Jungs schwirrten ab, um den Lkw auszuladen. Waschmaschine und Möbel wurden im frühen Vormittag in die Wohnung gepackt. Ich hab mich mit Lappen und Fit-Wasser bewaffnet und die Schränke ausgewischt. Ach ja, für die Nicht-Insider: Fit ist Spülmittel. Ok, es war kein Fit, aber egal, was wir Ossis ins Aufwaschwasser kippen, es heißt eben Fit bei uns.
Wir kamen gut voran. Der Lkw war im Laufe des Vormittags leer und die Wohnung füllte sich zur Katastrophe. Möbel und Kisten überall.
Der Schlafzimmerschrank wurde zusammengebastelt. Ein Teil der Garderobe (der Spiegelschrank) wurde zwischen die Schränke gestellt, weil … ich es geil finde, einen Spiegel im Schlafzimmer zu haben.
Nee, R. wollte das so. Nur schade, dass man ihn vom Bett aus nicht nutzen kann.
Der Wohnzimmerschrank wurde aufgebaut, der Computertisch und … natürlich das beste Stück der Wohnung … der Computer. Ja, da war ich ehrlich gesagt vom Regen in die Traufe gekommen. Ein Computerfreak und noch ein Computerfreak! Und weil dat Ding nicht gleich von Anfang an so lief, wie er sollte (was auch immer die Jungs falsch gemacht haben
), ging erstmal bisserl Zeit ins Land. Dann wurde die Stereoanlage (auch wichtig) angeschlossen an die Boxen, die wir von unserer alten Anlage übrig hatten und die bei uns nur rumstanden. Also haben wir sie mitgenommen und die Jungs haben sie angeschlossen … jepp. Soviel dazu. Fehlt da noch was? Ach ja, Männer und Technik!
Eine Box qualmte sofort, die andere hatte das Kabel länger! Männer!
*abwink*
Die ersten Kisten wurden ausgepackt von R. und ca. 17.30/18.00 Uhr war Feierabend. Nach dem Pizzaessen sind wir noch ne kleine Runde durch HH gelaufen. Ca. 1 1/2 Stunden haben wir uns noch die Gegend angeschaut in dem Stadtteil, wo R. sein neues Domizil hat.
Zurück in der Wohnung hab ich den armen R. massiert. Hatte ich am Freitagabend schon gemacht, aber da saß er ziemlich schief auf seinem Sessel. Und so hat er sich auf meinen Wunsch am Samstagabend auf seinem Bett lang gemacht, bot mir den nackten Rücken, der Rotwein zeigte noch Wirkung, … *grrrr*
Nein! Es ist nichts passiert, außer dass R. einen roten Rücken hatte von der Massage. Und nen kleinen Schmatzer, den ich ihm auf die Wange gedrückt habe (das war aber eindeutig noch die Wirkung des Rotweins). Und als er sagte, dass ihm auch der Hintern etwas verspannt vorkommt, da musste er noch die untere Hülle etwas fallen lassen! Wohlgemerkt etwas!!! Nur der halbe Po guckte raus. Mehr wollte ich auch nicht. Für mehr ist seine „neue Freundin“ zuständig (wenn du liebe neue Freundin hier lesen solltest, ich kann dir paar Tipps geben, wie der Mann Wachs in deinen Händen wird!
).
In der Nacht habe ich geschlafen wie tot. Hab nicht mitbekommen, dass der Holde schnarchte. R. hats am anderen Morgen erzählt.
Tja, nach dem Frühstück sind wir dann wieder los gen Heimat.
Was hat es uns gebracht?
- Ein wunderschönes Wochenende,
- nen lieben Freund im Norden,
- wiedermal paar Umzugserfahrungen (obwohl wir schon fast Profis sind – nicht unsere Umzüge, sondern die von Familienangehörigen und Freunden – wir wohnen seit 13 Jahren an der gleichen Stelle),
- wiedermal die Tatsache, dass es im Norden nur weiches Wasser gibt,
- dass narratio immernoch „verschollen“ oder schon ausgewandert ist und
- ca. 121 GB neue Musik für unsere Sammlung.
Die Kids waren begeistert, als sie erfuhren, was an Musik neuerdings durch unsere Wohnung klingen wird. Unser Großer ist total auf dem DDR-Trip (Puhdys). Die Kleine freute sich über Kinderlieder und Pitti und Schnattchen.
Ein Dankeschön an dieser Stelle an R. für das Wochenende. Hat echt viel Spaß gemacht … und nun lieber R.:
Schrei mich an!!!